Neue Maut ab 1. Juli – eine Äquatorlänge Zusatzkosten

Nur eine scheinbar abseitige Frage: Was ist länger als der Äquator? Also länger als 40.075,017 Kilometer, um genau zu sein. Die Entfernung zwischen Erde und Mond zum Beispiel. Die beträgt rund 384.000 Kilometer. Oder, mikrobiologisch betrachtet, die Gesamtlänge aller Nervenfasern eines Erwachsenen. Würde man diese aneinanderlegen, käme man auf einen Wert von circa 780.000 Kilometer.

Ebenfalls länger als der Äquator – und das verblüfft wohl am meisten: Das mautpflichtige Straßennetz in Deutschland, das ab 1. Juli 2018 stolze 55.000 Kilometer umfassen wird. Es ist damit fast viermal so groß wie zuvor. Denn zu den bisherigen Gebühren für Lkws ab 7,5 Tonnen für Autobahnen und autobahnähnliche Bundesstraßen kommt dann eine ganze „Äquatorlänge“ hinzu, also rund 40.000 Kilometer Bundesstraßen-Maut. Finanziert werden soll damit der Ausbau des Straßennetzes. Zwei Milliarden Euro erhofft sich die Bundesregierung damit.

Harzhochstraße, Bundesstraße (c) Pixabay - für Teaser
Bundesstraßen 2018: Schöne Aussichten – und dann kommt die Maut (c) Pixabay

Mit Transparenz die zusätzlichen Maut-Kosten auffangen …

Neben den Herausforderungen mit Toll Collect, vor denen alle Transportfirmen stehen, entwickelt sich durch die neue Maut insbesondere ein Wettbewerbsnachteil für Unternehmen mit ländlichem Standort. Denn jede Fahrt zum Betriebsgelände wird nun zusätzlich Wegzoll kosten – ob mit oder ohne Kundenauftrag. Eine minutiöse Planung der Fahrten wird so zu einem Muss. Minutiöser als es bisher schon der Fall ist. Wichtig ist dabei insbesondere, LTLs (Less Than Full Truck Loads) zu vermeiden und Störungen zu verhindern. Bereits im Vorfeld. Umfassende Wartungsinformationen werden dadurch immer bedeutsamer. Idealerweise wird ein Fahrzeug dann gewartet, wenn ein Fahrer sich ausruht. So entfallen unnötige Wege. Und Kosten. Für all das benötigt man Transparenz: zuverlässige Fahrzeug-Auswertungen, Markt- und Branchenbenchmarks sowie Abweichungs- und Schwachstellenanalysen.

… und am Ende als Gewinner dastehen

Ziel für Speditionen muss es daher sein, die neuen Mehrkosten durch cleveres Planen zu egalisieren – und nicht 1:1 an die Verbraucher weiterzureichen. Und wem das gelingt, wird als Gewinner aus dem neuen Maut-Gesetz hervorgehen.

Gern helfen wir Ihnen dabei, Ihre Logistikkosten respektive Nebenkosten wie die Maut zu bewerten, Ihre Prozesse transparenter zu machen und eventuelle falsche Abrechnungsgrundlagen zu identifizieren. Die HDS International Group verfügt über 100 mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger logistischer Expertise. Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite.

Milena Sand

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