Autor: Jens Theophort

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Verteilung von Corona-Impfstoffen

Steigende Corona-Neuinfektionen und die Verlängerung von Reisebeschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie bremsen weiterhin das Passagiergeschäft der Airlines. Gleichzeitig boomt die Luftfracht. Und Konzerne, wie die Lufthansa, bereiten sich jetzt auf die große Verteilaktion von Corona-Impfstoffen vor.

Konzerne, wie die Lufthansa, bereiten sich jetzt auf die große Verteilaktion von Corona-Impfstoffen vor. ©Pixabay
Konzerne, wie die Lufthansa, bereiten sich jetzt auf die große Verteilaktion von Corona-Impfstoffen vor. ©Pixabay

 Auch der größte europäische Luftfracht-Anbieter Lufthansa Cargo profitiert in der Coronakrise von einem deutlich gestiegenen Luftfracht-Aufkommen. „Das erste Halbjahr 2020 war sehr stark, das Ergebnis des Lufthansa-Frachtgeschäfts lag mit 277 Millionen Euro deutlich über Vorjahr“, bilanziert das Unternehmen. Im Jahr 2019 hatte das Lufthansa-Frachtgeschäft knapp zehn Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe beigetragen.

In den kommenden Monaten will sich Lufthansa Cargo jetzt verstärkt dem Transport von Coronavirus-Impfstoffen in die USA und in die Europäische Union widmen. Während der Covid-19-Pandemie wurden gerade zwei neue Pharma-Hubs – einer in München (1.000 Quadratmeter) und einer in Chicago (750 Quadratmeter) eröffnet.

Am Frankfurter Flughafen befindet sich mit dem etwa 12.000 Quadratmeter großen Pharma-Hub einer der weltweit größten Umschlagcenter für Medikamente. Für pharmazeutische Fracht stehen hier Lager- und Umschlagmöglichkeiten in zwei verschiedenen Temperaturbereichen sowie Gefrieranlagen zur Verfügung.

Ununterbrochene Kühlketten

Besonders wichtig ist bei Medikamenten eine ununterbrochene Kühlkette. Aktuell stehen laut Fraport rund 12.000 Quadratmeter Umschlagkapazitäten zur Verfügung, aber weitere 2000 Quadratmeter seien kurz vor der Inbetriebnahme. Für den Transport über das Vorfeld könnten 20 hochmoderne Thermotransporter eingesetzt werden. Eine Vielzahl von Handlingfirmen erfülle zudem in Frankfurt die entsprechenden internationalen Zertifikate. Im vergangenen Jahr wurden an dem Flughafen rund 120.000 Tonnen Impfstoffe, Arzneimittel und andere Pharma-Produkte umgeschlagen.

„Wenn es soweit ist, werden wir zusammen mit unseren Partnern die Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten bestmöglich organisieren“, erklärt Fraport-Manager Max Philipp Conrady. Lufthansa Cargo verweist außerdem auf die langjährige Erfahrung im Pharma-Transport, auf den man sich als eine der ersten Airlines weltweit spezialisiert habe.

Um Menschen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit gegen Covid-19 zu impfen sind enorme Produktionskapazitäten, internationale Lieferketten, temperaturgeführte Transporte und umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Weltweit laufen derzeit 180 Forschungsprojekte, die in der Impfstoff-Landkarte der WHO gelistet sind. Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet damit, dass es sechs Prozent zur Marktreife schaffen. Der Druck ist groß, die Pandemie möglichst schnell zu beenden. Denn je länger sie dauert, umso größer werden die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Schäden.

Pharmalogistiker bereiten sich jetzt darauf vor, an der weltweiten Verteilung eines Impfstoffs beteiligt zu sein. Der Konzern DHL hat in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung McKinsey jetzt eine Studie veröffentlicht, die die Voraussetzungen für den Aufbau stabiler Lieferketten für Impfstoffe beleuchtet (Delivering Pandemic Resilience).

In Deutschland dürfte eine Covid-19-Impfstoffverteilung keine größere Herausforderung sein. Davon sind sowohl Pharmalogistiker wie Transco oder auch der Bundesverband des Pharmazeutischen Großhandels (Phagro) überzeugt. „Soweit eine Verteilung künftiger Covid-19-Impfstoffe auch über öffentliche Apotheken erfolgen soll, kann der vollversorgende pharmazeutische Großhandel eine flächendeckende, bedarfsgerechte und zeitnahe Versorgung sicherstellen“, erklärte Phagro-Geschäftsführer Michael Dammann gegenüber der DVZ. Für den Fall, dass eine Verteilung der Covid-19-Impfstoffe über Schwerpunktzentren erfolgen sollte, könne der Pharmagroßhandel auch hierfür die erforderliche Logistik bereitstellen.

Große Dienstleister investieren daher auch in ihre globalen Distributionsnetze. So hat jüngst Kühne + Nagel GxP-zertifizierte Pharma-Luftfrachthubs in Brüssel und Johannesburg eröffnet. Die Anlagen verfügen nach Angaben von KN über separate Bereiche für temperaturempfindliche Produkte (unter -20 °C, +2 bis +8 °C und +15 bis +25 °C). Zudem bestehe die Möglichkeit, für Transporte und Lagerhaltung unter -60 °C Trockeneis einzusetzen. Gelichzeitig wird es aber auch auf viele kleinere Logistikspezialisten ankommen, um die Pandemie zu besiegen.

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Glimpflich durch die Rezession

Die Coronakrise trifft die Wirtschaft weltweit hart. Und während Staaten wie Frankreich, Italien, Großbritannien oder Spanien noch heftig mit den Folgen des Corona-Crashs kämpfen, hat sich in Deutschland die Konjunktur schneller erholt als erwartet.

Viele europäische Staaten kämpfen noch heftig mit den Corona-Folgen, in Deutschland hat sich die Konjunktur schneller erholt als erwartet.©Pixabay
Viele europäische Staaten kämpfen noch heftig mit den Corona-Folgen, in Deutschland hat sich die Konjunktur schneller erholt als erwartet.©Pixabay

Verglichen mit anderen Ländern kommt Deutschland bislang glimpflich durch die Rezession. Um 5,8 Prozent werde das Bruttoinlandsprodukt 2020 schrumpfen, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier voraus.

Nur um 5,8 Prozent. Für die anderen großen Volkswirtschaften auf dem Kontinent sieht es viel düsterer aus: Spanien, Italien, Großbritannien und wohl auch Frankreich müssen sich auf ein zweistelliges Minus gefasst machen. „Die Wirtschaftsentwicklung in den großen europäischen Staaten ist extrem heterogen“, erklärt Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Im zweiten Quartal – dem schlimmsten für die globale Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg – war der Einbruch hierzulande nur etwa halb so tief wie etwa in Spanien oder Großbritannien. Dabei hilft „die anhaltend gute Binnennachfrage in Deutschland der Wirtschaft sehr“, ergänzt Felbermayr. Diese Krise sei auf Volkswirtschaften getroffen, die ganz unterschiedlich stabil waren. „Italien litt unter einer jahrzehntelangen Stagnation, Spanien unter den Nachwirkungen der Eurokrise, Großbritannien unter der Brexit-Ungewissheit und Frankreich unter einem dauerhaften Reformstau. Die deutsche Wirtschaft hatte kein derart gravierendes Strukturproblem. In fast zehn Jahren Boom konnten viele Unternehmen Reserven aufbauen. Und zahlreiche Betriebe hatten zu Beginn der Pandemie noch massenhaft Aufträge zum Abarbeiten.

Deutschland traf das Virus längst nicht so hart, und die Einschränkungen für die Unternehmen waren geringer. Um die Pandemie zu stoppen, versetzten die Regierung in Rom, Madrid, Paris und London wochenlang weite Teile ihrer Wirtschaft in einen künstlichen Winterschlaf. „Anders als etwa in Frankreich hatten wir in Deutschland keinen flächendeckenden Shutdown“, stellt Ifo-Chef Clemens Fuest fest. Mit Ausnahme der Autoindustrie seien viele Firmen mehr oder weniger weitergelaufen.

Osteuropa wird für den deutschen Export wichtiger

Gleichzeitig reißt der Kollaps des internationalen Tourismus Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien, die zu den attraktivsten und einnahmestärksten Urlaubszielen weltweit gehören, stärker mit nach unten. In Deutschland ist der Reisesektor längst nicht so bedeutend. Umso wichtiger ist dafür die Industrie, für die die Reiserestriktionen so gut wie keine Rolle spielen. „Der Welthandel kommt überraschend gut zurück – er ist noch ein Zehntel unter dem Normalniveau. Davon profitieren die industriestarken Länder“, bilanziert Felbermayr. Wie beispielsweise auch Polen, wo die Rezession noch schwächer ausfallen dürfte.

Deutschlands Exporte sind noch immer deutlich niedriger als vor einem Jahr. Doch „sie haben sich erstaunlich gut erholt“, meint auch Ifo-Chef Fuest.  Denn die deutsche Exportindustrie sei flexibel: „Wenn es in einem Markt schlecht läuft, erschließt sie andere Märkte – gerade zum Beispiel in Osteuropa.“ Auch das Geschäft mit China zieht wieder an. Zudem habe die deutsche Exportwirtschaft eine vielfältige Produktpalette zu bieten, fügt Fuest hinzu. Autos und Maschinenbau liefen gerade schwach, dafür gingen die Ausfuhren der Pharmabranche nach oben.

Trotzdem: Die Lage ist fragil. Und zur wirklichen Erholung fehlen immer noch ein paar Prozent. „Wir werden das alte Niveau der Wirtschaftsleistung nicht so schnell wieder erreichen“, prognostiziert Ifo-Chef Fuest. Viele Menschen sind in Kurzarbeit und Experten befürchten eine Welle von Insolvenzen, sobald Unternehmen, die sich wegen Corona überschuldet haben, dies wieder anzeigen müssen. Und solange Handelspartner wie Frankreich, Italien, Großbritannien oder Spanien schwächeln, hat auch die hiesige Exportindustrie ein Problem.

Demzufolge ist es besonders wichtig, dass Unternehmen keine zu hohen Kosten aufweisen. Wir unterstützen Sie im Bereich der Transportkosten.

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Brexit-Streit könnte Milliarden kosten

London und Brüssel können sich derzeit nicht auf die konkrete Umsetzung des Austrittsabkommens und einen Vertrag über die wirtschaftlichen Beziehungen ab 2021 einigen. Für Lkw-Fahrer könnte das Ende der Brexit Übergangsphase zu einem Albtraum werden.

Beim Brexit stehen die Zeichen wieder auf Sturm. Für Lkw-Fahrer könnte das Ende der Brexit Übergangsphase zu einem Albtraum werden. ©Pixabay
Beim Brexit stehen die Zeichen wieder auf Sturm. Für Lkw-Fahrer könnte das Ende der Brexit Übergangsphase zu einem Albtraum werden. ©Pixabay

Beim Brexit stehen die Zeichen wieder auf Sturm. Knapp vier Monate vor dem Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt scheinen die Chancen für den anvisierten Handelspakt zu schwinden. Denn pünktlich vor der nächsten Verhandlungsrunde platzierte die britische Regierung zwei Kampfansagen, die die EU-Seite in Brüssel in helle Aufregung versetzten. EU-Abgeordnete sprachen von „Erpressung“, „Schock“ und „Wahnsinn“. Zum einen setzte Premierminister Boris Johnson eine Art Ultimatum: Entweder man einige sich bis zum 15. Oktober oder beide Seiten sollten ihrer Wege gehen, erklärte der Regierungschef. Er verband dies mit der fast euphorischen Einschätzung, dass auch künftige Beziehungen ohne Vertrag „ein gutes Ergebnis für das Vereinigte Königreich“ wären.

Für Lkw-Fahrer könnte das Ende der Brexit Übergangsphase zu einem Albtraum werden. Der nahende Brexit dürfte zu langen Warteschlangen für Lkw führen, die in Großbritannien auf Abfertigung warten – die Fahrer müssen sich auf jede Menge Unannehmlichkeiten einstellen. Eine der größten britischen Gewerkschaften sagt „Bloomberg“ zufolge „Chaos und Durcheinander“ an den Häfen voraus, wenn die Übergangsphase Ende des Jahres beendet wird. Der Grund: Die Regierung von Premier Boris Johnson habe angesichts der dann erforderlichen Bürokratie nicht ausreichend vorgesorgt. Die Fahrer müssten sich darauf einstellen, auf provisorischen Parkplätzen stundenlang in den Kabinen festzusitzen, so die Gewerkschaft – ohne geeigneten Zugang zu sauberen Toiletten, Waschgelegenheiten und ohne passende Möglichkeiten, zu essen oder auszuruhen. „Stinkende WC-Häuschen, ein paar Waschbecken unter freiem Himmel und ein Imbisswagen“, reichten nicht aus, so Adrian Jones von der Gewerkschaft Unite.

IT-Systeme für die Abfertigung noch nicht getestet

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase droht ein harter Bruch mit Zöllen und hohen Handelshürden. Aber selbst wenn sich EU und Großbritannien noch auf ein Abkommen einigen, dürfte es wegen der erforderlichen Grenzkontrollen und der nötigen Bürokratie zu deutlichen Verzögerungen kommen. Die britische Regierung setzt deshalb auf neue IT-Systeme, um die Abfertigung flüssig zu gestalten. Diese befinden sich allerdings noch in der Entwicklung und wurden bisher nicht getestet. Den Plänen Londons zufolge werden LKWs mit einer Strafe von umgerechnet 325 Euro belegt, wenn die Fahrer nicht die erforderlichen Papiere präsentieren können – auf den provisorischen Parkplätzen müssen sie dann außerdem so lange warten, bis die neuen Dokumente vorliegen.

Die deutsche Wirtschaft könnte der Brexit Milliarden kosten, warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Allein der Automobilbranche drohten ohne Handelsabkommen mit Großbritannien Zölle in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Augsburger Allgemeinen“. Das Automobilgeschäft stellt nach seinen Angaben den größten Anteil am Handelsvolumen zwischen Deutschland und Großbritannien. Die Zölle würden Fahrzeuge verteuern und zu einem Nachfragerückgang führen, durch den die Produktion von rund drei Millionen Fahrzeugen in den kommenden fünf Jahren eingestellt werden müsse, teilten 23 EU-Verbände der Autoindustrie in einer gemeinsamen Erklärung mit.

„In der Wirtschaft wächst die Sorge vor einem Scheitern der Brexit-Verhandlungen“, erklärte Wansleben, bereits die Brexit-Unsicherheiten der Vergangenheit hätten „deutliche Spuren“ in den Wirtschaftsbeziehungen hinterlassen. Seit dem Brexit-Referendum 2016 seien die deutschen Exporte nach Großbritannien merklich gesunken – von 89 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 79 Milliarden Euro 2019. Dadurch sei das Vereinigte Königreich von Rang drei auf Rang fünf der wichtigsten Exportmärkte Deutschlands abgerutscht. Der Trend setze sich in diesem Jahr fort und werde durch die Coronakrise noch zusätzlich verschärft, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. So seien die deutschen Exporte nach Großbritannien zwischen Januar und Juli um fast 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Ulrich Hoppe, Direktor der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, sieht das genauso. Wichtigste Folge eines „No Deal“ wäre nämlich, dass nach Regeln der Welthandelsorganisation Zölle erhoben werden müssten. So würden zum Beispiel Autos teurer, die in Großbritannien produziert, aber auf dem Kontinent verkauft werden. „Für viele Firmen wird es unter Umständen nicht mehr wirtschaftlich sein, in Großbritannien in gleichem Maße zu produzieren“, sagte Hoppe. Der Autobauer BMW, der in seinem Werk in Oxford den Mini produziert, erwartet für den Fall deutliche Einschnitte.

Auch Lebensmittel-Discounter wie Aldi und Lidl, die im Vereinigten Königreich mit mehr als 65 Millionen Konsumenten stark expandieren, müssten die Unterbrechung von Lieferketten fürchten. „Viele Dinge müssen schnell angeliefert werden, weil die Ware verderblich ist oder die Lagerkosten so hoch sind“, sagte Hoppe. Grenzkontrollen würde diese Just-In-Time-Lieferung behindern, Unternehmen müssten größere Lager anmieten.

 

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Digitalisierung verändert den Kundenzugang

Kilometerlange Staus an den Grenzen, Produktionsstopps und viele Güter, die zwischengelagert werden müssen: Durch die Corona-Krise müssen Unternehmen umdenken. Und die Logistik wird nicht mehr dieselbe sein, wie vor der Pandemie.

Durch die Corona-Krise müssen Unternehmen umdenken, in der Logistik verändert die Digitalisierung den Zugang zum Kunden. ©Pixabay
Durch die Corona-Krise müssen Unternehmen umdenken, in der Logistik verändert die Digitalisierung den Zugang zum Kunden. ©Pixabay

Wochenlang wurden die weltweiten Lieferketten durch die Corona-Pandemie unterbrochen oder gestört. Das hat auch Deutschlands größter Seehafen zu spüren bekommen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat der Hamburger Hafen zwölf Prozent seines Güterumschlags gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eingebüßt. Es wurden nur 61,2 Millionen Tonnen geladen oder gelöscht, teilte die Marketinggesellschaft des Hafens mit. Der wichtige Containerumschlag ging um 12,4 Prozent zurück.

Besonders das schwache China-Geschäft machte dem Hafen zu schaffen – Hamburg ist Europas wichtigster Umschlagplatz für den Güterverkehr mit China. Im ersten Halbjahr wurden in der Hansestadt 16,4 Prozent weniger Stahlboxen von und nach China verschifft als vor einem Jahr. Zuwächse im Containerverkehr mit Ländern wie den USA, Singapur und Malaysia konnten den Einbruch nicht kompensieren.

Der pandemiebedingte Umschlagrückgang habe alle Häfen in Nordeuropa stark getroffen, resümiert Axel Mattern, einer der Vorstände von Hafen Hamburg Marketing. Die globalen Lieferketten seien im zweiten Quartal teilweise unterbrochen gewesen oder hätten nur sehr verzögert funktioniert. Dabei ging der Import über den Hamburger Hafen noch deutlich stärker zurück als der Export. Für die kommenden Monate rechnet die Marketingorganisation jetzt mit einem „eher langsam wieder anziehenden Gesamtumschlag“.

Nicht nur im Hamburger Hafen, sondern in der gesamten Logistikbranche wächst aktuell langsam der Export, auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Gleichzeitig hat die Pandemie eine Entwicklung beschleunigt, die schon vor Corona spürbar war: Um zu überleben, müssen Logistikunternehmen ihre Prozesse auch digital weiter optimieren und zusätzlich attraktive Geschäftsmodelle entwickeln. „Die Digitalisierung ist eine gute Chance für Logistiker, dem Preisdruck in der Branche zu begegnen. Denn mit einer zukunftssicheren IT und dem Einsatz digitaler Geschäftsmodelle lässt sich die Effizienz beträchtlich steigern“, ist Ingo Bauer, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PwC Deutschland, überzeugt.

Effiziente Auslastung der Transportmittel

Laut der aktuellen PwC-Studie European Private Business Survey setzen erfolgreiche Logistikzentren künftig auf eine umfassende Vernetzung. 2.500 Unternehmen, darunter 172 Logistikunternehmen wurden für die Studie europaweit befragt. Ob bei der Lagerverwaltung, beim Transport oder in der Produktion – die Digitalisierung verändert die logistischen Prozesse grundlegend. Denn E-Commerce und Just-In-Time-Lieferungen erforderten Transparenz im gesamten Supply Chain Management.

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Auftragseingänge der Exportwirtschaft steigen

Im Juni legten die Exporte wieder im Rekordtempo zu. Gleichzeitig warnt der Außenhandelsverbands BGA vor verfrühter Euphorie. Und viele Unternehmen glauben, dass die Corona-Krise die deutsche Wirtschaft noch bis in den April 2021 beeinträchtigen wird.

Im Juni legten die Exporte wieder im Rekordtempo zu. ©Pixabay
Im Juni legten die Exporte wieder im Rekordtempo zu. ©Pixabay

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal infolge der Corona-Krise um 10,1 Prozent geschrumpft. „Auch im kommenden Jahr werden wir noch massiv mit den Folgen der Krise beschäftigt sein“, erklärte Anton Börner, der designierte Präsident des Außenhandelsverbands BGA, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Exportprognose für das laufende Jahr will der Verband deshalb auch nicht wagen. „Wir fahren auf Sicht“, fügte Börner hinzu.

Die deutschen Exporte waren im Juni allerdings weiter auf Erholungskurs. Die Ausfuhren lagen zwar immer noch 9,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, legten gegenüber dem Vormonat aber bereits um 14,9 Prozent zu, rechnet das Statistische Bundesamt (Destatis) aus. Insgesamt sind die Exporte nach Destatis-Angaben im ersten Halbjahr um 13,4 Prozent gesunken. Und für das Gesamtjahr rechnen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit einem Rückgang der Ausfuhren um 15 Prozent.

Protektionismus und Deglobalisierung

Zuletzt registrierten die deutschen Exporteure aber eine Wirtschaftserholung in vielen Ländern. „Die steigenden Auftragseingänge und ein sich stabilisierendes China-Geschäft machen Hoffnung, jedoch steht die in weiten Teilen der Welt weiter grassierende Pandemie einer schnellen Erholung im Weg“, ist BGA-Vizepräsidentin Ines Kitzing vorsichtig optimistisch. Gleichzeitig warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in der Studie „Die Globalisierung nach Corona“ vor zunehmender Deglobalisierung. Die globale Handelsoffenheit, also das Verhältnis von globalen Exporten zum Welt-BIP, schrumpft laut DIHK seit 2008. Das gelte vor allem für die USA und China. „Als Folge der America-First-Politik der USA entstehen neue unilaterale Hemmnisse sowie Vergeltungsmaßnahmen anderer Staaten, die globale Lieferketten stören“, schreibt der DIHK und fügt hinzu: „Der USA-China-Handelskonflikt trifft die Weltwirtschaft und damit nicht zuletzt auch deutsche Unternehmen“. In der Corona-Krise habe sich der Trend zu Protektionismus verstärkt und „es droht der Rückfall in die Kleinstaaterei und den ökonomischen Nationalismus.“

Einschränkungen für weitere 8,5 Monate

Gleichzeitig rechnet die deutsche Wirtschaft noch bis in den April 2021 mit einer virusbedingten Einschränkung des öffentlichen Lebens. Die Dienstleister erwarten 8,9 Monate, der Handel 8,6 Monate, der Bau 8,2 und die Industrie 7,8 Monate. Die längsten Einschränkungen befürchten laut der Ifo-Umfrage Firmen der Freizeitbranche: 13 Monate würden Dienstleister im Bereich Sport, Unterhaltung und Erholung von der Corona-Krise noch betroffen sein, so die befragten Unternehmen. Auch künstlerische Tätigkeiten und die Gastronomie erwarten mit 11,0 Monaten noch lange die Folgen der Pandemie zu spüren. Bei Erziehung und Unterricht werden durchschnittlich 10,0 Monate erwartet. In der Beherbergung rechnen die Unternehmen mit Einschränkungen von rund 9,3 Monaten, auch die Schifffahrt rechnet noch mit einem Dreivierteljahr (9,1 Monate). Die am kürzesten betroffenen Dienstleister sind demnach Post- und Kurierdienste (6,6 Monate). Beim verarbeitenden Gewerbe werden demnach die – stark reiseabhängigen – Hersteller von Lederwaren mit 11,2 Monaten besonders langfristig betroffen sein. Fast nur halb so lange – 6,4 Monate – rechnen die Getränkehersteller mit negativen Corona-Folgen. Die Hersteller von Bekleidung erwarten weitere 9,3 Monate und die Textilhersteller 9,0 Monate. Die Chemie erwartet 8,2 Monate und der Maschinenbau 7,9 Monate. Der Großhandel rechnet mit 8,4 Monaten, der Einzelhandel mit 8,8 Monaten.

Gerade deshalb erscheint es äußerst wichtig, dass sich Unternehmen gut aufstellen und diverse Prozesse auf den Prüfstand stellen. Daraus sollten dann die richtigen Schritte abgeleitet werden, um diverse Kosten einzusparen und somit gut durch die Zukunft zu kommen.

Bei diesem Vorhaben können wir Sie unterstützen.

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Volumenanstieg in der Pharmabranche

Gestörte Lieferketten waren in der Pharmabrache das größte Problem während der Coronakrise. Jetzt versuchen Lagerlogistiker aus Angst vor neuen Störungen und einer zweiten Welle deutlich höhere Bestände aufzubauen.

Lagerlogistiker aus der Pharmabranche wollen aus Angst vor neuen Störungen und einer zweiten Welle deutlich höhere Bestände aufbauen. © Cuttersnap / Unsplash
Lagerlogistiker aus der Pharmabranche wollen aus Angst vor neuen Störungen und einer zweiten Welle deutlich höhere Bestände aufbauen. © Cuttersnap / Unsplash

In den vergangenen Monaten der Coronakrise gehörte die Pharmabranche zu den weniger stark betroffenen Industriezweigen. Die Auswirkung auf die Geschäftslage bewerteten die Betriebe laut einer Umfrage des Ifo Instituts im Juni im Durchschnitt mit minus 0,3 auf einer Skala von minus 3 bis plus 3 Punkten. Besser waren die Einschätzungen nur in der Telekommunikationsbranche.

Die Abhängigkeit von globalen Wertschöpfungsketten macht die Pharmabranche allerdings besonders empfindlich gegenüber Produktionsengpässen. Und gestörte Lieferketten waren das Hauptproblem im bisherigen Krisenverlauf. „Aktuell hakt es im Luft- und Seefrachtbereich noch immer“, analysiert Jörg Brinkmann, Geschäftsführer von Hanse Service. Dabei seien die Lieferketten aber längst nicht mehr so gestört wie zum Höhepunkt der Pandemie in China. Die Hamburger Spedition ist mit der Tochter Pharmalogisticspartner seit rund zehn Jahren in dem Segment aktiv und sorgt zum Beispiel dafür, dass die Wirkstoffe für die Pharmaherstellung nach Europa kommen.

Auf die bisherigen Engpässe hat die Industrie jetzt mit einem deutlichen Bestandsaufbau reagiert. „Aktuell ist der Lagerbestand nebensächlich, vor allem bei denen, die doch einmal eine Out-of-Stock-Situation in den vergangenen Monaten hatten. Die Sicherheit kommt jetzt vor den Kosten“, fasst Grit Jedamzik, Chief Operating Officer bei Unitax, das Umdenken zusammen.

Lieferfähigkeit entscheidend

Die Lieferfähigkeit stehe jetzt im Vordergrund, bestätigt auch Transco-Geschäftsführer Thomas Schleife, die Branche wolle auf eine zweite Welle vorbereitet sein. Mittlerweile hat Transco auch einen Pandemieplan, „die Kunden fordern das inzwischen“.

Auch bei Subdienstleistern wird von Pharmafirmen mittlerweile darauf geachtet. „Kunden aus dem Pharmabereich schauen sich aktuell genau an, wie leistungsfähig und zuverlässig die Dienstleister in der Coronakrise waren“, bestätigt auch Transoflex-CEO Wolfgang Albeck und prognostiziert einen Volumenanstieg für die kommenden Monate. Albeck nennt dafür zwei Gründe: „Es ist erstens davon auszugehen, dass sich in diesem Jahr deutlich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen werden als in anderen Jahren. Zweitens wurden im ersten Halbjahr viele Operationen verschoben und Arzttermine nicht wahrgenommen.“ Hier werde es einen Nachholeffekt geben.

Gleichzeitig wird derzeit intensiv der Wiederaufbau der Wirkstoffproduktion in Europa diskutiert. Die sogenannten APIs (Active Pharmaceutical Ingredients) werden mittlerweile fast nur noch in China oder Indien produziert. In Europa und den USA werden sie dann nur noch konfektioniert – also die unterschiedlichen Wirkstoffe zum Beispiel zu Tabletten zusammengeführt.

Vor dem Hintergrund der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und der sicheren Versorgung mit Arzneimitteln kann sich Transoflex-Chef Albeck sogar vorstellen, dass ganze Produktionsstandorte nach Europa zurückverlegt und mehr Lager für das Vorhalten kritischer Artikel benötigt werden. Auch Jörg Brinkmann von der Hamburger Spedition Hanse Service wünscht sich, dass Teile der Pharmaproduktion wieder aus Asien nach Europa zurückkehren. „Für die Patientenversorgung wäre es besser, auch wenn Langstrecken für uns natürlich lukrativer sind als Kurzstrecken“, meint Albeck. Noch ist er allerdings sehr skeptisch, inwieweit eine Rückverlagerung wirtschaftlich überhaupt tragbar sein wird. Was sich die Regierungen so leicht vorstellen, funktioniert seiner Ansicht nach nur über den Preis. Das Ganze müsste seiner Einschätzung nach daher stark bezuschusst werden. Auch Thomas Schleife fragt sich, wer eine Rückverlagerung von Teilen der Produktion bezahlen soll. Er hält sie aber trotzdem für möglich, „denn der Schock sitzt zu tief“.

 

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Weltgrößter Online-Händler sucht Zustellpartner

Amazon führt jetzt auch in Deutschland das sogenannte Delivery-Service-Partner (DSP)-Programm ein. Der Konzern plant nach eigenen Angaben „einige Dutzend neue Lieferpartner in Deutschland in sein Netzwerk aufzunehmen“

Amazon plant nach eigenen Angaben einige Dutzend neue Lieferpartner in Deutschland in sein Netzwerk aufzunehmen. © Pixabay
Amazon plant nach eigenen Angaben einige Dutzend neue Lieferpartner in Deutschland in sein Netzwerk aufzunehmen. © Pixabay

2018 startete Amazon in den USA das sogenannte Delivery-Service-Partner (DSP)-Programm, dass der Konzern jetzt auch in Deutschland einführt. Gründer können sich dabei landesweit bewerben, um im Auftrag von Amazon Pakete zuzustellen. 500.000 Euro stellt der Konzern den Servicepartnern als Startkapital zur Unternehmensgründung zur Verfügung, sowie 40 Zustellfahrzeuge zu Leasing-Konditionen, Rechtsbeistand und Schulungen. Vorerfahrung aus der Logistikbranche benötigen die Gründer nicht, Führungskompetenzen seien dagegen erwünscht, so der Online-Händler. Wird ein Bewerber ausgewählt, übernimmt dieser nach Unternehmensangaben die Zustellung einer festgeschriebenen Anzahl an Sendungen, die im nächstgelegenen Amazon-Zustellzentrum abgeholt werden. Im Herbst könnte dies auch in Bremerhaven und in Hannover-Sehnde möglich sein, dort nehmen zwei Zustellzentren dann ihren Betrieb auf. „Mehrere Dutzend neue Lieferpartner will der Konzern in Deutschland in sein Netzwerk aufzunehmen“ und meint das die Servicepartner so 60.000 bis 140.000 Euro Jahresgewinn erwirtschaften könnten.

Kritik am DSP-Programm

Nach Angaben von Amazon wurden im Rahmen des Programms weltweit mehr als 800 Gründer unterstützt und 75.000 Arbeitsplätze für Paketzusteller geschaffen. Gleichzeitig zeigten sich aber dutzende amerikanische Partnerunternehmen „überrascht von den Herausforderungen in der Zustellung für Amazon“, berichtete Peter Schlactus schon 2018 gegenüber CBS News. Schlactus ist Mitgründer der „Association for Delivery Drivers“. Andere Kritiker erinnern an die schlechten Arbeitsbedingungen des Konzerns. Und gegenüber dem „Business Insider“ kritisierte ein ehemaliger US-Logistikmanager des Konzerns, Amazon würde die Risiken verschieben, um am schnellen Wachstum festzuhalten.

Dass der Gesamtmarkt allerdings kontinuierlich wächst, bestätigt auch eine aktuelle KEP-Studie des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (Biek). Um 8,6 Prozent nahmen die Paketsendungen im Privatkundenbereich (B2C) im vergangenen Jahr zu, rechneten die Marktbeobachter aus, Sendungen von Geschäftskunden (B2B) sanken dagegen um 2,8 Prozent. Damit seien die KEP-Dienste „unerlässlich für die sichere Versorgung“ und „systemrelevant“, resümierte Marten Bosselmann, Vorsitzender des Biek. Dem Verband gehören einige Amazon-Wettbewerber an, darunter Hermes, DPD und GLS.

Und für das aktuelle Jahr sei erneut ein erhöhtes Sendungsvolumen von 1,5 Prozent in Deutschland zu erwarten, prognostiziert Klaus Esser, Autor der Studie. Bereits im Vorjahr wuchs der Gesamtmarkt auf 3,6 Milliarden Sendungen. Die Studie entwirft für die kommenden vier Jahre ein anhaltendes Paketwachstum im KEP-Bereich und zwei Szenarien. Das Szenario „Aufholen“ prognostiziert einen Zuwachs des jährlichen Sendungsvolumens um 4,2 Prozent auf rund 4,48 Milliarden Sendungen. Für 2021 nimmt diese Prognose dann einen Anstieg von 5,8 Prozent an. Im Szenario „Anschluss“ wird ein jährliches Sendungswachstum von 3,6 Prozent auf 4,35 Milliarden Sendungen erwartet. Daraus ergebe sich ein zusätzlicher Personalbedarf von 30.000 Beschäftigten für Kurier-, Express-, und Paketdienstleistungen.

Auch wegen solcher Prognosen plant Amazon mit Hilfe des Delivery-Service-Partner (DSP)-Programms seine Marktstellung in Deutschland weiter auszubauen. Mit 849 Millionen Paketen und einem Marktanteil von knapp 28 Prozent ist Amazon schon jetzt der wichtigste Player im deutschen Paketmarkt, so eine Studie der Unternehmensberatung RMU.

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Neue Konzepte für die letzte Meile

Jahr für Jahr legt der Online-Handel zu. Mehr Lieferverkehr in den Städten ist die unausweichliche Folge. Neue Konzepte sollen die Zustellung optimieren.

Jahr für Jahr legt der Online-Handel zu. Neue Konzepte sollen die Zustellung optimieren. © Pixabay
Jahr für Jahr legt der Online-Handel zu. Neue Konzepte sollen die Zustellung optimieren. © Pixabay

 Wer bringt künftig den Anzug von Zalando, den Rasierapparat von Amazon oder die DVD von jpc zum Kunden? Wird es eine fliegende Drohne sein, ein kleiner Zustell-Roboter auf Rädern oder ein autonom fahrendes Elektrofahrzeug? Oder doch weiterhin der Paketbote von UPS, DHL oder Hermes? An der innerstädtischen Logistik entzündet sich die Fantasie von Verkehrsplanern und Versandhändlern. Die „letzte Meile“ – der finale Schritt vom Logistikzentrum am Stadtrand zum Kunden ist noch eine ungelöste Herausforderung.

Experten schätzen, dass die Zahl der Paketlieferungen in Europa bis zum Jahr 2021 um 69 Prozent zunehmen wird. Im Jahr 2025 werden rund fünf Milliarden Pakete jährlich in Deutschland verschickt, erwartet die Unternehmensberatung McKinsey. Das wären fast doppelt so viele wie heute. Die meisten davon gehen an private Haushalte. Bis dahin wird rund ein Fünftel aller Waren von den Verbrauchern im Internet bestellt und an die Haustür geliefert.

„Drei Viertel der Unternehmen, die Waren transportieren, sagen, dass Plattformanbieter in zehn Jahren bedeutende Player in der Logistikbranche sein werden. Dennoch sagt jeder Dritte, dass digitale Plattformen für das eigene Unternehmen aktuell kein Thema sind, und jeder Vierte gibt an, dass Plattformen gerade erst diskutiert werden“, stellt Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Digitalverband Bitkom, fest. Sein Rat an den Einzelhandel lautet deshalb: Nicht abwarten, sondern machen!“ Tatsächlich bietet eine stetig wachsende Zahl von Startups schon heute Lösungsansätze, häufig bereits in Kooperation mit etablierten Händlern. Die Spannbreite reicht von datenbasierten Optimierungsmodellen für den internationalen Frachtverkehr bis hin zu nachhaltigen Lieferkonzepten für die Letzte Meile. Neben Fahrradkurieren werden in ein paar Jahren autonome Lieferboten wie Drohnen und Roboter unsere Städte erobern.

Experimentierfreude auf der Letzten Meile

Seit Ende Mai des vergangenen Jahres arbeiten etwa die Telekom und die Deutsche Flugsicherung mit dem Joint Venture Droniq an der Entwicklung des kommerziellen Drohnenmarktes. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwartet, dass die Zahl der Lieferdrohnen global bis 2025 auf 2,2 Millionen steigt. In China liefern seit Mitte Mai bereits ganz offiziell die ersten innerstädtischen DHL-Drohnen Waren aus.

Der Automobilhersteller Ford bleibt zwar logistisch auf dem Boden, testet jedoch gemeinsam mit Agility Robotics seit diesem Sommer ziemlich abgehobene autonome Lieferkonzepte: Problemlos über Gras und Treppen stelzend, liefert Agilitys zweibeiniger Robo-Bote Digit Pakete aus dem selbstfahrenden Lieferwagen direkt vor die Haustür. Ebenfalls von sich reden machten Hermes und die Deutsche Post mit Testläufen ihrer gemütlich über den Bürgersteig rollenden Zustellroboter sowie das estnische Startup Starship. So richtig durchgesetzt hat sich bisher jedoch keine Lösung.

Trotzdem bergen Daten und Digitalisierung schon heute Vorteile. „Dank KI haben wir heute besser geplante Routen. Dies hilft, fehlgeschlagene Zustellungen und damit unnötige Wege zu reduzieren oder zu verhindern“, erklärt Bitkom-Experte Meinecke. Außerdem seien Daten nicht nur die Basis, um bestehende Abläufe zu optimieren: „Häufig geht es um völlig neue Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung erst ermöglicht werden.“

Wir von der HDS International Group verfolgen mit Spannung alle Trends und Entwicklungen in der Logistik. Am liebsten natürlich die positiven.

Wir beraten Sie gern bei Ihren Transportkosten, zeigen Ihnen zuverlässige Einsparmöglichkeiten sowie Optimierungen in Ihrer Logistikkette auf, geben Ihnen Handlungsempfehlungen und setzen mit Ihnen gemeinsam die aufgezeigten Potentiale um.

Über uns
Die HDS International Group verbessert logistische Prozesse und senkt Transportkosten. Über 1.000 Projekte haben wir erfolgreich begleitet. Wir managen jährlich mehr als eine Milliarde Euro Frachtaufkommen und sind in den Bereichen der Rechnungsprüfung und Transparenzschaffung Marktführer in Europa. Über 100 mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger logistischer Expertise bilden unser Kapital.

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Verschiebung der Wertschöpfungsketten

Deutschlands Wirtschaft drückt den Knopf für den Neustart nach dem Corona-Einbruch. Aber die größten etablierten deutschen Handelspartner stecken noch tief in der Krise. Auch deshalb gewinnen viele osteuropäische EU-Staaten jetzt an ökonomischem Gewicht.  

Deutschlands Wirtschaft drückt den Knopf für den Neustart nach dem Corona-Einbruch. Osteuropäische EU-Staaten gewinnen jetzt an ökonomischem Gewicht. © Pixabay
Deutschlands Wirtschaft drückt den Knopf für den Neustart nach dem Corona-Einbruch. Osteuropäische EU-Staaten gewinnen jetzt an ökonomischem Gewicht. © Pixabay

Die Globalisierung ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Menschheit. Um 43 Prozent legte das weltweite BIP seit 2009 zu. Neue Jobs wurden durch den Siegeszug der globalen Wertschöpfungsketten geschaffen, allein in der Europäischen Union existieren heute mehr als 36 Millionen Arbeitsplätze, die von Exporten in Drittländer leben.

Kehrt die Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen in aller Welt schnell auf ein normales Niveau zurück? Denn nicht nur die größten deutschen Stammkunden wie die USA, Frankreich und China stecken noch tief in der Krise. Auch wichtige Handelspartner wie die Niederlande, Großbritannien und Italien kämpfen noch mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie. Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist trotzdem überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft die Chance besitzt in der Post-Corona-Zeit schnell wieder anzuspringen. „Ich glaube nach wie vor daran, dass es möglich ist, in der zweiten Hälfte des zweiten Halbjahres wieder positive Zahlen zu schreiben. Aber bis es so weit ist, erwartet uns noch harte Arbeit“, erklärt Altmaier.

Osteuropäische EU-Staaten werden wichtiger

Für 91,6 Milliarden Euro exportierte Deutschland im vergangenen Jahr Produkte in die Niederlande, wo die Pandemie die Wachstumsserie der niederländischen Wirtschaft abrupt beendete. Immerhin erlebte Deutschlands zweitwichtigster europäischer Handelspartner einen nicht ganz so heftigen Einbruch wie andere europäische Staaten. Laut der Frühjahrsprognose der Brüsseler Kommission wird die niederländische Wirtschaft 2020 um 6,8 Prozent schrumpfen – unter dem EU-Durchschnitt von 7,7 Prozent. Dabei macht der Zusammenbruch vieler internationaler Lieferketten der Handelsnation zu schaffen. So erwartet der Hafen von Rotterdam für 2020 beim Güterumschlag ein Minus von bis zu 20 Prozent.

Nach Großbritannien exportierte Deutschland 2019 Produkte im Wert von 78,9 Milliarden Euro, wo die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft dramatisch sind. Die Bank of England rechnete Anfang Mai aus, dass die britische Wirtschaft im zweiten Quartal um 30 Prozent einbrechen werde. Auf Jahresbasis werde die britische Wirtschaftskraft nach dieser Berechnung um insgesamt 14 Prozent schrumpfen. Die Krise trifft Großbritannien zu einem prekären Zeitpunkt: Das Vereinigte Königreich hat die EU zwar verlassen, ist aber für eine Übergangsphase noch Teil des Binnenmarkts. Und die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit der EU sind bisher weiterhin nicht erfolgreich.

Italien importierte im vergangenen Jahr noch für 68,1 Milliarden Euro deutsche Waren. Die Pandemie hat Italien so früh und so schlimm getroffen wie kaum einen anderen Staat. Auch unter ihren Nachwirkungen wird das Land ganz besonders leiden. Die Wirtschaftsleistung wird laut Prognosen der EU-Kommission dieses Jahr um 9,5 Prozent einbrechen und 2021 nur um 6,5 Prozent wachsen. Insgesamt sind das die schlechtesten Werte aller EU-Nationen.

Gerade in der Coronakrise lohnt sich daher ein Blick der deutschen Wirtschaft in den Osten der EU. So ist beispielsweise Polen bislang verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen. Die Prognosen gehen von einem Einbruch der Wirtschaftskraft von 4,3 Prozent aus, gefolgt von einem starken Wachstum 2021. Für Deutschland ist das eine gute Nachricht. Denn Polen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten Handelspartner entwickelt: Von 2009 bis 2019 haben sich die deutschen Ausfuhren in das Nachbarland von 31 auf mehr als 60 Milliarden Euro verdoppelt. Polen steht damit stellvertretend für eine Entwicklung, die für Deutschland insgesamt noch wichtig werden könnte: In den vergangenen Jahren haben viele der osteuropäischen EU-Staaten stark an ökonomischem Gewicht gewonnen und sind eng in die Wertschöpfungsketten der deutschen Industrie eingebunden. So ist etwa Ungarn inzwischen für die deutsche Wirtschaft wichtiger als Japan oder Dänemark und das Geschäft mit Tschechien ist mittlerweile wichtiger als das mit Russland.

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Containerschiffe fahren deutlich langsamer

Wie schnell sich Deutschlands Wirtschaft vom Corona-Einbruch erholen wird, hängt nicht nur von der Binnenkonjunktur ab. Denn kaum eine andere Volkswirtschaft ist so vom Export abhängig wie die deutsche. Ein wichtiger Konjunkturindikator deutet allerdings auf eine schnellere Erholung als nach der Finanzkrise 2008 hin.

Wie schnell sich Deutschlands Wirtschaft vom Corona-Einbruch erholen wird, hängt nicht nur von der Binnenkonjunktur ab. © Pixabay
Wie schnell sich Deutschlands Wirtschaft vom Corona-Einbruch erholen wird, hängt nicht nur von der Binnenkonjunktur ab. © Pixabay

Deutschlands Betriebe produzieren wieder. Die Krise hat das Tempo der Globalisierung allerdings deutlich gedrosselt. Nicht nur der Warentransport per Flugzeug hat abgenommen, sondern auch die mit Waren vollgepackten großen Containerschiffe auf hoher See fahren deutlich langsamer, rechnen die Experten des Analysehauses Capital Economics aus. Für Logistikkenner ist das ein deutlicher Krisenindikator. Und Haupthandelspartner von Deutschland wie die USA, Frankreich und China stecken noch tief in der Rezession.

47 Prozent von Deutschlands Wirtschaftsleistung entfallen auf den Export, so viel wie in keinem andren europäischen Land. In die USA exportierte Deutschland im vergangenen Jahr Waren für 118,6 Milliarden Euro. Jetzt ist im ersten Quartal die Wirtschaftsleistung der USA um bereits 4,8 Prozent geschrumpft. Und für den Dreimonatszeitraum ab April erwarten die Experten vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) einen regelrechten Einbruch. „Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze und der Industrieproduktion legen einen zweistelligen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion nahe“, stellt IfW-Experte Philipp Hauber fest.

Handelspartner in der Krise

Trotz der dramatischen Zahlen rechnet US-Notenbank-Direktor Jerome Powell damit, dass die US-Wirtschaft schon im Herbst wieder zu wachsen beginnen könnte. Bis das Niveau vor der Krise erreicht sei, werde es allerdings eine Weile dauern. Damit die US-Wirtschaft sich komplett erhole, sei es „vielleicht“ nötig, dass es einen Impfstoff gegen den neuartigen Erreger gebe. Und der Verkauf deutscher Autos in den USA hängt vor allem auch davon ab, ob viele Amerikaner wie erhofft schon bald nach Beendigung der Corona-bedingten Restriktionen wieder einen Job finden.

Zweitwichtigster Kunde für deutsche Exporteure ist Frankreich, das 2019 deutsche Waren im Wert von 106,7 Milliarden Euro importierte. Dieses Jahr haben die drastischen Maßnahmen der französischen Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Betrieben extrem zugesetzt. Der Lockdown in den ersten zwei Wochen im März sorgte bereits für einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 Prozent gegenüber dem Quartal zuvor – weit mehr als der Euro-Durchschnitt (minus 3,8 Prozent) und immer noch mehr als das von Corona schwer getroffene Spanien (minus 5,2 Prozent) oder Italien (minus 4,7 Prozent). Konjunkturexperten schätzen jetzt, dass die französische Wirtschaft wie im übrigen Europa in der zweiten Jahreshälfte wieder anspringen wird. Da der Tourismus in Frankreich aber eine große Rolle spielt, wird der Erholungsprozess voraussichtlich allerdings länger dauern als etwa in Deutschland. Und die Eigenkapitalquote ist bei vielen französischen Unternehmen im Vergleich zu deutschen Unternehmen deutlich geringer.

China ist für deutsche Exporte das drittwichtigste Abnehmerland, für 96 Milliarden Euro exportierte Deutschland noch im vergangenen Jahr Waren nach China. Dann kam der Lockdown. In der ersten Maiwoche waren die Stickstoffoxid-, Schwefeldioxid- und Feinstaubwerte in der Volksrepublik jetzt höher als ein Jahr zuvor, hat eine Untersuchung des finnischen Forschungsinstituts Research on Energy and Clean Air (CREA) ergeben. Und was Umweltschützern missfällt, dürfte deutsche Exporteure freuen. Denn die Luftverschmutzung ist für viele China-Kenner ein zuverlässigerer, aktuellerer Indikator für den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft, als die offiziellen Zahlen der Statistikbehörde. Denen zufolge schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal noch um 6,8 Prozent. Für April rechnete Peking bei der Industrieproduktion jetzt ein Plus von fast vier Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Und auch der Energieverbrauch war in der ersten Aprilhälfte höher als ein Jahr zuvor. All das deutet auf eine deutliche Erholung im produzierenden Gewerbe hin, was deutschen Maschinenbauern viele Aufträge bescheren könnte.

Insgesamt sind die Exporterwartungen deutscher Firmen laut dem Ifo-Institut im April auf ein historisches Tief von minus 50,2 Punkten gefallen. Doch die Entwicklung des wichtigen Konjunkturindikators deutet mittlerweile auf eine schnellere Erholung der deutschen Ausfuhren als während der letzten Krise ab 2008 hin, im Mai nämlich lag der Indexwert „nur“ noch bei minus 26,9.

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