Logistik erholt sich von der Corona-Krise

Der Güterverkehr in Deutschland erholt sich von den Auswirkungen der Corona-Krise, prognostiziert der aktuelle Bericht des Bundesamts für Güterverkehr (BAG). Sorgen bereiten gleichzeitig vor allem der Brexit und fehlende Planungssicherheit.

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Der Güterverkehr in Deutschland erholt sich von den Auswirkungen der Corona-Krise, prognostiziert der aktuelle Bericht des BAG ©Pixabay

Trotz des erneuten, seit Mitte Dezember 2020 geltenden coronabedingten Lockdowns ist die Stimmung unter den Unternehmen im Straßengüterverkehr verhältnismäßig positiv. Die Firmen bewerten ihre Auftragslage überwiegend als saisonüblich bis gut, stellt der aktuelle Corona-Sonderbericht des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) fest. Der Bericht erscheint seit August 2020 vierwöchentlich und berücksichtigt die Informationen, die bis zum 10. Februar 2021 vorlagen. Die erneuten Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol spielten dabei also etwa noch keine Rolle.
Als Belastung im grenzüberschreitenden Straßenverkehr nannten die Befragten den Brexit und die damit verbundenen Störungen zu Jahresbeginn, da nicht alle Verlader auf die neuen Zollvorschriften und Dokumentationspflichten vorbereitet waren. Wegen inkorrekter Papiere wurden zahlreiche Lkw an den Kanalübergängen abgewiesen.
Nachdem einige Lieferketten bedingt durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zwischenzeitlich unterbrochen waren, zeigt sich für das Segment Güterverkehr und Logistik ein gemischtes Bild. Ein Großteil der Logistiker hat es aus eigener Kraft geschafft, die Herausforderungen im operativen Geschäft zu bewältigen. „Besonders Kurier-, Express- und Paketdienste profitieren in der Pandemie vom Onlinehandel und erleben einen echten Boom im Privatkunden-Geschäft. Konsumenten werden auch nach der Krise vermehrt den E-Commerce nutzen, das Wachstum wird anhalten, wenn auch nicht so stark wie in 2020“, erklärt Ingo Bauer, Leiter des Bereichs Transport & Logistik bei PwC Deutschland.

Kernherausforderung Impfstoffdistribution

Gleichzeitig legte die Dynamik bei den Fusionen und Übernahmen nach einem schwachen ersten Halbjahr in den letzten beiden Quartalen des abgelaufenen Jahres deutlich zu. Insgesamt wurden zwischen Januar und Dezember 244 Deals angekündigt. Das sind zwar 17 weniger als im starken Vorjahr, doch trotz der Krise übertrifft die Anzahl der Mergers & Acquisitions (M&A) das Niveau von 2018. Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse „Transport and logistics barometer“ von PwC Deutschland, in der die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft die aktuellen Entwicklungen, M&A-Deals, Joint Ventures und strategischen Allianzen in der Transport- und Logistikindustrie im Jahr 2020 untersucht.
Nach einem schwierigen Jahr 2020 steht der Transport- und Logistikbranche ein erneut herausforderndes Jahr 2021 bevor. „Die Unternehmen müssen ihr Geschäft stabilisieren, ihre Digitalisierung weiter vorantreiben und sich weiterhin verändernden Rahmenbedingungen anpassen. Während sich Fracht und Logistik im Aufwärtstrend befinden, steht insbesondere der Personenverkehr unter Druck. Trotz Coronakrise gibt es derzeit jedoch – in der Gesamtbetrachtung der Branche – keine Anzeichen für großflächige Insolvenzen“, resümiert André Wortmann, Koordinator Transport & Logistik Deals bei PwC Europe.
Eine Kernherausforderung für die Branche ist jetzt die Impfstoffdistribution. Hunderte Millionen Dosen müssen sicher und gut gekühlt transportiert werden. Die PwC-Szenarioanalyse zeigt: Gelingt Europa eine effektive Impfkampagne gegen das Coronavirus, kann sich die Transport- und Logistikbranche schon 2021 deutlich erholen. Die Bruttowertschöpfung im europäischen Güterverkehr könnte dann um 5,4 Prozent zulegen. Frühestens Ende 2022 wäre der Markt damit wieder so stark wie vor der Krise.

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