Generalsanierung für das Schienennetz

Das Schienennetz soll mit einer „Generalsanierung“ grundlegend zuverlässiger gemacht werden. „So wie es ist, kann es nicht bleiben“, erklärt Bundesverkehrsminister Wissing. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat in einer ersten Reaktion auf das Eckpunktepapier dazu gemahnt, den Güterverkehr nicht zu vernachlässigen.

Das Netz sei jahrelang vernachlässigt und an die absolute Grenze gebracht worden: Viele Weichen und Stellwerke seien überaltert und stark störanfällig. Mit der bundeseigenen Deutschen Bahn als Netzbetreiberin sollen ab 2024 besonders hoch belastete Korridore modernisiert und Bauarbeiten stärker gebündelt werden. Gleichzeitig sollen Strecken nicht nur eins zu eins repariert, sondern auch für mehr Leistungsfähigkeit ertüchtigt werden. Erreicht werden soll auch, dass Züge an Baustellen kürzer und dadurch mit weniger Störungen auf das Gegengleis ausweichen müssen. Bahnchef Richard Lutz erläuterte, auf 3500 Streckenkilometern liege die Auslastung derzeit schon ohne Baustellen bei 125 Prozent. Bis Ende des Jahrzehnts drohe dieses hochbelastete Netz auf mehr als 9000 Kilometer anzuwachsen. Die aktuelle Qualität des Schienensystems sei für niemanden akzeptabel. Es brauche ein radikales Umsteuern. Bundesverkehrsminister Wissing will daher die Modernisierung des Netzes zur Chefsache machen.

Überlastung des Straßengüterverkehrs

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat in einer ersten Reaktion auf das Eckpunktepapier dazu gemahnt, den Güterverkehr nicht zu vernachlässigen, sondern in der Strategie als gleichwertig zum Fahrgastverkehr zu behandeln. „Das deutsche Schienennetz ist aktuell überlastet und veraltet“, so Carsten Taucke, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des BGA. „Wie sollen Groß- und Außenhändler in Zukunft Transporte vom LKW auf die Schiene verlagern, wenn der Güterverkehr schon heute überlastet ist?“ Besonders wichtig sei deshalb, dass der Streckenausbau für den Güterverkehr einen ebenso hohen Stellenwert bekomme. „Sonst kann es keine zukunftsfähige Schiene geben“, stellt Taucke fest und schlägt vor, stillgelegte Streckenabschnitte wieder in Betrieb zu nehmen: Allein in den letzten 20 Jahren sein rund 6000 Trassenkilometer stillgelegt worden. „Die Reaktivierung von stillgelegten Streckenabschnitten erweitert das Schienennetz und damit die Nutzungsmöglichkeit des Schienengüterverkehrs.“
Vor dem Hintergrund offensichtlicher Engpässe im deutschen Schienennetz warnen gleichzeitig der Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) vor neuen Schwierigkeiten für die ohnehin angespannten Lieferketten. Es drohe eine Überlastung des Straßengüterverkehrs, sollten aufgrund des Kapazitätsausfalls auf der Schiene mehr Gütertransporte auf die Straße verlagert werden, erklärten beide Verbände.

„Der Gütertransport per Bahn ist elementar für stabile und nachhaltige Lieferketten in Deutschland. Er spielt nicht nur eine Schlüsselrolle für die Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, die mittelständischen Straßen¬logistiker zu entlasten“, ist Markus Jerger, Vorsitzender des BVMW überzeugt. „Ein ganzheitlicher Logistik-Ansatz muss Straße und Schiene gemeinsam denken. Das marode und überlastete Schienennetz in Deutschland zwang schon in den vergangenen Wochen hunderte Güterzüge zeitweise aufs Abstellgleis. Es ist schwer zu verstehen, dass der Güterverkehr auf der Schiene durch offensichtlich mangelhaftes Baustellenmanagement nun komplett ausgebremst wird.“ Eine Vernetzung der Verkehrsträger werde so immer schwieriger, so Jerger. Das sei „für die angespannten Lieferketten ein weiterer Nackenschlag, für die Wirtschaft – insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen – eine wahre Hiobsbotschaft.“
Bereits heute hätten Straßenlogistiker mit vielfältigen Herausforderungen wie dem anhaltenden Fahrermangel zu kämpfen, die sie wirtschaftlich an ihre Grenzen bringen, meint auch Nikolja Grabowski, Vorstandsmitglied, der Europäischer Ladungs-Verbund internationaler Spediteure AG. „Gleichzeitig ist die Lage bei den Frachtkapazitäten äußerst angespannt. Sollte das Wirrwarr im Bahnverkehr die Nachfrage nach Straßentransportkapazitäten weiter befeuern, könnte sich die Situation zuspitzen.“

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Jens Theophort

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