Großes Einsparpotential bei der Zustellung – die letzte Meile

August, vor einem Jahr: Es sind nur noch knapp 50 Meter bis zum Ziel beim Staffelfinale der Leichtathletik-Meisterschaften in London. Jamaika liegt wie zu erwarten in Führung. Und dann ein Sturz. Der schnellste Mann der Welt, Usain Bolt – vielleicht mit den Gedanken woanders, vielleicht zu wenig oder zu stark konzentriert – gerät ins straucheln, stolpert. Und liegt im letzten Rennen seiner Karriere auf dem Boden. Das Ziel erreicht Bolt an diesem Abend nicht. Und sein Land Jamaika landet auf dem letzten Platz des Finallaufes.

Auf „den letzten Metern“ haben schon viele einen Sieg verschenkt. Auch die Besten.

Milliarden versickern im Nichts

So auch in der Logistik. Hier spricht man allerdings von „der letzten Meile“. Gemeint ist die abschließende Etappe der Zustellung; die Lieferung zur Haus- beziehungsweise Firmentür. Nach einer Ermittlung des Londoner Start-ups What3words ließen sich die weltweiten Kosten der last mile auf 56 Milliarden US-Dollar pro Jahr senken. Zudem könnten rund 54 Millionen Kilogramm an CO2 eingespart werden.

Die international tätige US-Managementberatung A.T. Kearney hat errechnet, dass die letzte Meile sogar 50 Prozent der Gesamtkosten einer Paketlieferung ausmacht.

Wolkenkratzerstrukturen machen die letzte Meile oft verwirrend (c) Marco Verch (flickr)

Wolkenkratzerstrukturen führen oft zu Verzögerungen auf der letzten Meile (c) Marco Verch (flickr)

Die letzte Meile ist ein einziges Hin und Her

Aber wie kommen diese hohen Zahlen zustande? Hier wirken verschiedene Faktoren. Zum einen haben viele Kurier-Express-Paket-Dienste (KEP-Dienste) Schwierigkeiten damit, die genaue Adresse zu finden. Nicht die Straße, sondern die genaue Tür, an der die Pakete geliefert werden sollen. Das ist insbesondere bei Geschäftsadressen der Fall: verwirrende Wolkenkratzerstrukturen, weitläufige Areale, Seiteneingänge …

Zum anderen sind es multidirektionale Verkehre, also die Notwendigkeit mehrmaliger Zustellversuche, weil der Empfänger nicht anzutreffen ist.
Und des Weiteren Staus durch die immer größer werdende Zahl an Bestellungen und damit an Zustellfahrzeugen. Ein Faktor, der insbesondere in größeren Städten und Ballungszentren wirkt.

Ein Problem und viele Lösungsansätze

Hierzu gibt es nun – von Politik, Wirtschaft und Logistikexperten – verschiedene Lösungsansätze, wie die letzte Meile schneller, effizienter, günstiger sowie plan- und steuerbarer werden könnte. Sowohl für den B2B- als auch für den inzwischen kolossalen B2C-Bereich … Apps, die merken, wann der Kunde zu Hause ist oder mit der sich kurzfristig alternative Lieferadressen bestimmen lassen, gebündelte Lieferungen, paketdienstleisterübergreifende Zustellungen, Selbstbediener-Schließfächer in Supermärkten oder Shopping Centern, mehr Paketshops, mehr Paketzentren, umweltfreundlichere Fahrzeuge (um den immer kostspieliger werdenden CO2-Ausstoß zu minimieren), Predictive Analytics, die dem Kunden auf die Stunde genau mitteilen, wann die Lieferung eintrifft, Kofferraumzustellung … Und dann wird ja auch noch an Paketrobotern beziehungsweise -drohnen gearbeitet.

Den einen Königsweg scheint es nicht zu geben. Die Lösung wird daher sein, mehrere dieser Ansätze zu kombinieren. Abhängig vom Sender und Empfänger der Ware. Sowie vom Standort. Nur so kann es gelingen – um auf unsere Bolt-Parabel zurückzukommen –, den Staffelstab sicher und schnell ins Ziel zu bringen.

Gern beraten wir Sie über die Optimierung der letzten Meile – und schauen mit Ihnen gemeinsam, welche Lösungsansätze für Sie infrage kommen. Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite.

Über uns

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