Logistik wird deutlich teurer

Die Kosten für den Transport von Gütern über die Weltmeere sind explodiert. Gleichzeitig steigen auch die Transportpreise im Straßengüterverkehr in Deutschland spürbar. Denn dadurch, dass sich der CO2-Preis zu Jahresbeginn von 25 auf 30 Euro je Tonne erhöht hat, haben sich Transporte weiter verteuert.

Die weltweite Frachtschifffahrt war 2021 von exorbitanten Preissteigerungen geprägt. Die Gründe dafür waren nicht verfügbare Container, wochenlange Verspätungen sowie Staus vor Kanälen und Häfen. Und die Kosten für den Transport von Gütern über die Weltmeere steigen weiter an, die Frachtraten liegen inzwischen auf dem höchsten Niveau seit mehr als drei Jahrzehnten. „Alle diese Faktoren haben die weltweite Containerschifffahrt in einen hochgradig verzerrten, unterversorgten Verkäufermarkt verwandelt, in denen die Betreiber der Schiffe das Vier- bis Zehnfache der sonst üblichen Frachtraten verlangen können“, zitiert Reuters einen Analysten der Beratungsgesellschaft Drewry. „Wir haben sowas im Seehandel seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen.“
Dabei sind mittlerweile die meisten Kontraktvereinbarungen mit den Containerspeditionen und Frachtlinien für das Jahr 2022 geschlossen oder auf der Zielgeraden. Und wie allgemein erwartet, sind die Preise dieser Verträge deutlich gestiegen: Für einen 40-Fuß-Container (FEU) von Asien nach Nordeuropa werden zwischen 9.000 USD und 10.500 USD veranschlagt. Schon im Vergleich zu den Ende 2020 vereinbarten Kontraktpreisen von 2021 zeigt sich: Das ist locker das Doppelte.

Lkw-Frachtraten steigen zum fünften Mal in Folge

Gleichzeitig verteuert sich auch Lkw-Frachtraum, so der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Die Transportpreise im Straßengüterverkehr in Deutschland sind auch im dritten Quartal 2021 spürbar gestiegen. Damit sind die Frachtraten dem fünften Mal infolge gestiegen. „Aufgrund knapper Kapazitäten auf der Straße machten die Transportpreise im Sommer 2021 einen Sprung um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, erklärt Carsten Taucke, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im BGA. Der Chef der Nagel-Group sieht die Gefahr, dass gerade die mittelständischen Betriebe von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zerrissen werden oder auf dem „steinigen Weg zur vollständigen Dekarbonisierung des Verkehrssektors auf der Strecke bleiben“. Taucke geht auf der Basis von Einschätzungen der Bundesregierung von einem weiteren dramatischen Anstieg des Güterverkehrs aus, der bis 2030 bei 38 Prozent liegen soll. Rund 84 Prozent des gesamten Transportaufkommens würden dann auf der Straße erbracht. Im Jahr 2020 betrug der Anteil von Lkw an der insgesamt erbrachten Transportleistung im Güterverkehr noch rund 72,5 Prozent. Für die Unternehmen des Groß- und Außenhandels, die in Deutschland rund 60 Prozent der Güterverkehre veranlassten „ist und bleibt die Straße von zentraler Bedeutung“.

Zugleich zeichnet sich ab, dass die Inflation auch 2022 deutlich höher als die eigentlich angestrebten zwei Prozent sein wird. Zwar werden die Zeiten billigen Geldes nicht abrupt enden. Aber die US-Zentralbank hat die Zinswende bereits eingeleitet. Dadurch werden die Finanzierungskosten für Unternehmen perspektivisch wieder steigen. Gerade für viele mittelständische Logistikdienstleister kann dies zu einer Herausforderung werden, da viele von ihnen angesichts der weiterhin notwendigen Digitalisierung der Prozesse große Investitionen stemmen müssen.

Gleichzeitig gewinnt die Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung für die Logistik. Da sich der CO2-Preis zu Jahresbeginn von 25 auf 30 Euro je Tonne erhöht hat, haben sich Transporte weiter verteuert. Der Schub ist zwar bei weitem nicht so groß wie zu Beginn des vergangenen Jahres. Aber es sind noch einmal 20 Prozent Zuwachs. Die Kunden daran gerecht zu beteiligen, ist in Zeiten ohnehin steigender Frachtraten eine schwierige Aufgabe. Zugleich steigen auch die Erwartungen der Verlader in die Fähigkeit der Dienstleister, nachhaltige Transporte abbilden zu können. Emissionen zu messen, sauber auszuweisen und darauf basierend verschiedene Transportoptionen anbieten zu können, wird mehr und mehr zur wichtigen Aufgabe für Logistiker.

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